Alltagsintegrierte Sprachförderung

Sprachförderung und Sprachbildung

Der Kindergarten St. Elisabeth hat in den zurückliegenden Jahren einen Schwerpunkt auf den Ausbau der Sprachbildung und Sprachförderung (keine Sprachtherapie) im Alltag in der Arbeit gelegt. Da im Jahr 2015 ca. 50% der Kinder im Kindergarten St. Elisabeth Deutsch als Zweitsprache erlernten, haben es sich die pädagogischen Fachkräfte zum Ziel gemacht insbesondere den Kindern mit Migrationshintergrund den Übergang in die Schule zu erleichtern. Die Basis einer adäquaten sprachlichen Bildung ist die Anerkennung von Sprachbildung als „alltagsintegrierter, wesentlicher Bestandteil der frühkindlichen Bildung“ sowie die Anerkennung und Förderung der Mehrsprachigkeit von Kindern (§ 13c Abs. 1 KiBiz).

Der Kindergarten St. Elisabeth erhält zusätzliche Mittel für zusätzlichen Sprachförderungsbedarf nach § 16b KiBiz – für voraussichtlich 5 Jahre (seit August 2014). Das bedeutet, wir haben im Team mindestens eine sozialpädagogische Fachkraft, die in der Regel über nachgewiesene besondere Erfahrungen und Kenntnisse in der Sprachförderung verfügt und entsprechende Fachkraftstunden in der Woche zur Verfügung gestellt werden. Die Fachkraft arbeitet im Kindergarten als Multiplikator, d.h. diese Fachkraft unterstützt das ganze Team, damit eine gezielte Sprachförderung stattfinden kann.

Im Team wurde 2014/2015 ein Sprachbildungswagen erstellt. Auf diesem Wagen stehen – insbesondere für den Morgenkreis – verschiedene Materialien zur Sprachbildung zur Verfügung. Das Material wird ständig überprüft, erweitert und reflektiert. Mit diesem Material führen wir die Kinder spielerisch und mit ganz viel Spaß an die deutsche Sprache ran.

Die Sprachbildung der Kinder im Kindergarten St. Elisabeth wird als ganzheitliche Aufgabe verstanden und kommt in allen Bereichen des Alltags vor.

Um eine erfolgreiche Sprachbildung durchführen zu können nutzt das pädagogische Personal zuerst die natürliche (soziale) Interaktion im Alltag. In jeder Situation ist sich die Fachkraft ihrer Rolle als Vorbildfunktion bewusst. Darüber hinaus schafft sie Sprechanlässe, in denen Kinder nicht nur reaktiv, sondern aktiv ihre sprachlichen Kompetenzen erproben und erweitern können.

Die pädagogischen Fachkräfte sind sich ihrer (sprachlichen) Vorbildfunktion bewusst und in hohem Maße bereit, den Kindern Spaß an der Kommunikation vorzuleben – dazu gehören auch Mimik, Gestik, Stimmintonation, Rhythmik, Singen u.v.m. Kinder nutzen jede Bildungs- und Lernsituation, um ihre Kommunikationsfähigkeit und ihre Sprachkompetenzen zu entwickeln.

Wir fördern grundsätzlich die Kinder nur in der deutschen Sprache, denn wir sind nicht bilingual. Wir greifen als Thema andere Sprachen oder Länder auf, dann wenn es für die Kinder eine Bedeutung hat.

Die Kinder dürfen immer untereinander in ihrer Muttersprache sprechen, ansonsten wird nur die deutsche Sprache im Kindergarten verwendet. Die pädagogischen Fachkräfte sprechen nur die deutsche Sprache mit den Kindern.